Neulich am Infostand der UNO-Flüchtlingshilfe

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Neulich am Infostand der UNO-Flüchtlingshilfe

Freitag, 28. Juli 2017, ca. 15:00 Uhr, Bahnhofsvorplatz Landshut

 

(Gedächtnisprotokoll)

 

 

Philipp:

(Name geändert)

[seitlich auftauchend] «Hallo ich bin Philipp - darf ich Ihnen die UNO-Flüchtlingshilfe vorstellen?»

Ich:

[sitzend auf der Parkbank und dann aufstehend] «Ja gut, bitte.»

Philipp:

[erklärt mit Hilfe seines im Tageslicht schlecht ablesbaren Tablets ca. 5 Minuten lang, wer die UNO-Flüchtlingshilfe ist, wo sie arbeiten, was sie machen und zeigt nach Ende des Redeschwalls auf dem Tablet den 120 Euro pro Jahr-Spenden Button.]

Ich:

[höre mir alles ruhig und stelle ein paar Fragen.] «Meiner Meinung nach müssten Akuthilfen mit der reproduktiven Gesundheit gekoppelt werden. Nur wenn die Geburtenraten sinken, werden die Fluchtursachen bekämpft.»

Philipp:

[Zeigt den papierförmigen Jahresbericht der UNO-Flüchtlingshilfe. Er zeigt darin auf das DZI-Spendensiegel. Er redet von geringen Verwaltungskosten.]

Ich:

«Im Jahresbericht müsste dann stehen, dass Ihr Vorstand sicher über 100.000 Euro pro Jahr als Gehalt abzweigt. Ich verweise weiterhin auf das Tabuthema Verhütung als notwendigste Massnahme zur Reduzierung der Geburtenrate und der Überbevölkerung um Fluchtursachen zu bekämpfen.»

Philipp:

 

[ist teilweise auch dieser Meinung, will es aber nicht recht äussern, er spricht von Religionen in hiesigen Ländern als Hinderungsgrund. Ich gebe ihm beim Thema Bildung recht, die auch äusserst wichtig ist.]

«Die UNO-Flüchtlingshilfe ist eine politische Organisation!»

Ich:

«Wenn schon fast alle Länder der Erde bei den UN sind, wieso finanziert sich dann die UNO-Flüchtlingshilfe nicht von oben über Steuern? Wieso müssen Sie dann bei der unteren Ebene, den Bürgern, um Spenden bitten? Ich gebe keine Geldspenden, ich gebe nur Sachspenden. Denn ich will mit meinem Geld ganz konkret entscheiden, was damit passiert. Wenn Sie jetzt eine Packung Kondome für Ihre Projekte wollen, kaufe ich dortdrüben welche und schenke diese Ihnen hier und jetzt.»

Philipp:

[lächelt, die anderen zwei Damen der vier Werber für die UNO-Flüchtlingshilfe wenden sich vom Infostand ab und gehen planlos umher.]

Ich:

«Ja, das war so gut wie sicher, dass Sie keine Sachspenden annehmen. Das weiss ich, da das DZI mir mitgeteilt hat, dass sie keine Organisation in Deutschland kennt, die solcher Art Sachspenden entgegennimmt. Aus logistischen Gründen, aus Zertifikatsproblemen und und und. Aus eigener Erfahrung weiss ich auch, dass Ärzte ohne Grenzen Sachspenden zurückschicken. Jede sog. «Hilfsorganisation» will nur Geld. Jedoch wäre es für Sie eine Leichtigkeit, in Massenfertigung für wenige hundert Euro zehntausende Präservative herstellen zu lassen und sie in Afrika an die Menschen zu verteilen, was sie aber nicht tun.»

[Nach ca. 15 Minuten Meinungsaustausch kommt eine flippig redende junge Frau hinzu.]

Lena:

«Hallo! Ich bin Lena! Willst Du uns nun helfen oder nicht?»

Ich:

«Nein.» [Und ich gehe mit mir im Reinen hinfort.]