Lobe niemals einen Journalisten und bitte ihn nie um etwas...

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… sie klauen nur deine Ideen, machen sich mit ihnen selbst wichtig, und obendrein vermitteln sie der Öffentlichkeit dann noch Unwahrheiten.

 

So geschehen mit der SZ-Redakteurin Dr, Marlene XXXX.

In einer E-Mail bat ich die Wissenschaftsredakteurin mit der UNO wegen des Erdbevölkerungsanstiegs und der Überbevölkerungsproblematik Kontakt aufzunehmen. Denn als Privatperson bekam ich zu dieser Thematik keine konkreten Antworten (siehe dazu den Artikel Offener Breif an die Vereinten Nationen (Offener Brief an die Vereinten Nationen). Die SZ-Redakteurin berichtete hingegen regelmässig von UNO-Klimakonferenzen. Was liegt also näher sie zu bitten wohl als akkreditierte Journalistin bei der UNO nachzufragen, was sie von einer möglichen Überbevölkerungsproblematik hält und ob gar eine weltweite Geburtenregelung nötig ist?

 

Also schrieb ich folgendes:

 

Gesendet: Donnerstag, 27. März 2014 um 15:08 Uhr
Von: "Stefan Anderl" <s.a████@web.de>
An: ████@███████████.██
Betreff: SZ-Artikel

 

Sehr geehrte Frau Dr. Marlene ████,

 

ab und zu lese ich Ihre Artikel und die von Herrn Bauchmülleauf sueddeutsche.de und kommentiere diese dann auch als User . Gestern las ich den Artikel zum  anstehenden Weltklimabericht.

Ich finde es gut wenn ein Wissenstransfer bzw. ein Meinungstransfer über die Redakteure vom Weltklimarat oder ähnlichen Organisationen hin zu den Leser geschieht.

 

Jedoch ist dieser Weg bei vielen Redakteuren eine Einbahnstrasse. Das was die UNO veröffentlicht, wird weitergegeben, sozusagen nach unten an den unwissenden Bürger. Es solte doch auch von den Redakteuren umgekehrt kritisch die UN gefragt werden.

 

Ich als Leser habe dies schon öfters gemacht. Während der COP19 und erst diese Woche hinsichtlich ein paar Fragen bzgl. des Bevölkerungswachstums auf der Erde. Wenn die Fragen konkret werden, gibt es aber kaum antworten.

 

Zu den elektronischen Anfragen, z.B. ab wann die UNO eine Erdbevölkerungszahl als überbevölkert ansieht, wie sie eine solche Bevölkerungszahl berechnet, ob sie sich dann als Organisation verantwortllich fühlt diese Problematik zu lösen und ob sie dann eine weltweite Geburtenregelung als Lösungsweg befürwortet, konnte von all diesen Abteilungen bisher nicht beantwortet werden:

 

- World Food Program der UN (WFP) mit Sitz in Berlin

- United Nation Framework Convention on Climate Change (UNFCC) in Bonn

- Regionales Informationszentrum der UN für Westeuropa (UNRIC) in Bonn

- Sekretariat des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) in Bonn

- Gemeinsame Informationsstelle der UN-Organisationen in Bonn (CIS)

- Population Division der UNO in New York

 

Meiner Ansicht nach zeigt dies, dass sie UNO ein aufgeblähter untätiger Verwaltungsapperat hinsichtlich der Bevölkerungsproblematik und des Bevölkerungswachstums ist. Die UNO scheint ein Papiertiger zu sein, der nicht einmal die einfachsten Fragen imstande ist auf einer gemeinsamen Linie zu beantworten.

 

Vielleicht kann ja die SZ Redaktion, die ich wegen ihrer Neutralität, Qualität, Hartnäckigkeit, Investigativität, Aktualität, und hochwertigem Wissen sehr schätze , hier den Dialog suchen.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

Stefan Anderl

Ergolding

 

Ein halbes Jahr später wird dann von eben jener Dr. Marlene ████ diese eine sehr wichtige Frage „Ist die Erde bereits überbevölkert?“ auf sueddeutsche.de beantwortet:

 

Siehe dazu den Artikel: http://www.sueddeutsche.de/wissen/ihre-frage-ist-die-erde-bereits-ueberbevoelkert-1.2167653 :

 

 

Frau Dr. Marlene ████ fragt erst gar nicht die UNO, sondern weiss natürlich alles selbst. Sie schreibt, dass wenn 1 Milliarde Menschen momentan Hunger leidet, dies an der „falschen Verteilung, an Armut, Krieg, fehlender Infrastruktur und Verschwendung“ liegt. Sie schreibt, dass laut dem Harvard Professor Edward O. Wilson sogar „theoretisch“ (also nicht unbedingt praktisch) 10 Milliarden Menschen ohne Hungerleiden möglich wären. Dafür müssen sich nur alle vegetarisch ernähren. Andere „Forscher“ rechnen mit noch höheren möglichen Zahlen. Die Menschen müssten also ihre„Lebensweise“ einschränken, weil die „Wirtschaft weiter wachsen würde“. Auch bezieht sich die Wissenschaftsredakteurin auf den Pastor Thomas Malthus, der im Jahr 1798 das Buch „Bevölkerungsgesetz“ herausbrachte und sich vor über 200 Jahren zum Erdbevölkerungsanstieg „sorgenvoll“ Gedanken machte. Zu einer Zeit, als nur etwa 900 Mio. Menschen, also fast ein Zehntel weniger Menschen auf der Erde lebten als zur Jetztzeit. Der Pastor aber „irrte“ in seiner Annahme, dass die Bevölkerung einmal schneller wächst als die Nahrungsmittelproduktion, denn jetzt würde die Nahrung ja „theoretisch“ (aber wieder nicht praktisch) für alle reichen.

 

Zu der Beantwortung der Überbevölkerungsfrage von Frau Dr. Marlene ████ kann gesagt werden, dass die Wissenschaftsredakteurin nicht zwischen Ursache und Wirkung separieren kann. Denn Armut, Krieg und fehlende Infrastruktur sind die Symptome extrem hoher Geburtenraten, wenn die Nahrungsmittel, die auf immer mehr Personen aufgeteilt werden müssen, knapper werden oder auch die Rohstoffe knapper werden, um die Infrastruktur auszubauen. Bürgerkriege und kriegerische Auseinandersetzungen um Nahrung, Trinkwasser und Rohstoffe, ob nun mit selbstgeschmiedeten Säbeln oder mit hochentwickelten importierten elektronischen gesteuerten Waffensystemen, sind auch hier nur Symptome. Es ist auch falsch, dass sich Thomas Malthus „irrte“, denn die Nahrungsmittelproduktion konnte sicherlich nicht um das Vierfache gesteigert werden, wie dies die Erdbevölkerung in den letzten hundert Jahren getan hat. In wenigen Jahrzehnten werden zudem auch die Kaliumvorräte, eine Grundsubstanz von künstlichem Dünger, zu Ende gehen, weswegen die künstlich hochgezüchtete Nahrungsmittelproduktion einbrechen wird . Ganz abgesehen davon, dass Frau Dr. Marlene ████ auch den Klimawandel aussen vor gelassen hat. Ein weiteres Symptom einer sich karnickelhaft vermehrenden Menschheit, die jetzt schon zu enormen Ernteausfällen durch Dürren oder Überschwemmungen führt.

 

Die Gedankengänge der Frau Dr. Marlene ████ gehen also in die Richtung, dass wieder alles mit Technik irgendwie „theoretisch“ gelöst werden kann. Es existiert aber kein konkretes und praktikables Konzept einer Umverteilung. Eine völlig stupide Herangehensweise an die Hungerproblematik, wenn man z.B. bedenkt, welcher logistische Aufwand damals bei der Berliner Luftbrücke notwendig war, um nur etwa 2,2 Mio. Menschen zu versorgen. Bis zu 1398 Flüge innerhalb von 24 Stunden waren nötig, damit die Berliner Menschen nicht verhungerten und einen minimalen Wohlstand halten konnten. Wie soll so eine Logistik z.B. in der Provinz von Uganda oder im übrigen Afrika von statten gehen, wo Flughäfen hunderte Kilometer entfernt sind. Wer soll diese Logistik bezahlen und ausführen? Ausserdem können sich bestimmt 95 % der Kinder und Eltern in Uganda, Somalia, Sudan, Äthiopien, Angola, Botswana etc. nicht noch weiter einschränken, setzten aber trotzdem ungebremst Kinder in die Welt. Auch kann nicht von jedem andren verlangt werden, wohl wie die Redakteurin selbst, vegan oder vegetarisch zu leben, nur weil andere sich bei der Fortpflanzung weiter egoistisch verhalten und ihren Fortpflanzungstrieb karnickelhaft ohne Verhütung oder extrem ausleben wollen. Die einzige nachhaltige und praktikable Lösung bleibt also eine weltweite und zumindest lokale Geburtenregelung, dort wo Hunger und Mangel herrscht.

 

Das Überbevölkerungsproblem ist also wieder von einem promovierten Wissenschaftler behandelt worden. Wissenschaftler, die wie so oft und nur mit wenigen Ausnahmen (wie z.B. Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim Schellnhuber) eine Menschheitsproblematik einer mathematischen Abhandlung unterwerfen, sie zu einem Graphen verbiegen, ihn differenzieren und ein Maximum suchen, wenngleich auf dem Weg dorthin schon täglich tausende Kinder elendigst verhungern und krepieren. Theorien anderer Forscher werden herangezogen, die Wissenschaftlerkaste zitiert sich wie so üblich gegenseitig, bis das Literaturverzeichnis das Doppelte bis Vielfache der eigenen Abhandlung ausmacht.

 

Es ist hanebüchend, wie nur Wissenschaftler, Akademiker, die angeblich die verstandesmässige Elite darstellen, so weltfremd, theoretisch und distanziert mit den Folgen der Überbevölkerungsproblematik umgehen. Ihnen liegen doch alle Fakten auf der Hand, der Verstand müsste doch ausreichen, Ursache und Wirkung unterscheiden zu können, momentane Zusammenhänge zu erkennen, die Klugheit müsste gegeben sein, in die Zukunft zu extrapolieren, und Gegenmassnahmen zu erdenken. Vom Mut diese zu äussern mal ganz abgesehen. Doch wahrscheinlich ist der Zusammenhang, dass mehr Menschen mehr Treibhausgase verursachen, die Natur dann immer weniger resorbieren kann, mehr Menschen mehr Nahrung benötigen, schlicht zu einfach für von akademischen Unrat vollgeladene Hirne, die ihre Neuronen bisher nur mit Quantenphysik, Teilchenmodellen, Stringtheorien und komplizierten mathematischen Formeln gequält und konditioniert haben. Das materielle Bewusstsein ist nicht mehr aufnahmefähig für ganz einfache und weltliche Probleme. Vielleicht spielt auch der persönliche Anspruch im eigenen Leben eine grosse Rolle, in dem Sinne, dass wenn ein Kinderwunsch verwirklicht wurde oder noch verwirklicht werden will, dieser nicht mit der sachlichen Aufarbeitung der Überbevölkerungsproblematik getrennt werden kann.